ALLGEMEIN
Mit dem Afreey LD-2060 steht ein DVD Player der mittleren Preisklasse zum Test an. Ein populäres Marktsegment, in dem sich inzwischen zahlreiche Geräte verschiedener Anbieter tummeln.
Die Multimediafähigkeiten dieser Player dürften einiges zu ihrer Beliebheit beitragen. Vor allem die Möglichkeit, selbst erstellte MP3-CD's abzuspielen. Schließlich passen so etwa 150 bis 200 Songs auf eine CD. Wie sich der Afreey LD-2060 in dieser Disziplin schlägt, soll unser Test klären.
FEATURES
Der Afreey bietet, wie es sich für einen DVD/Multimedia Player gehört, alle Voraussetzungen für den Heimkino- und HiFi-Genuss. Das heißt zusammengefasst: DVD, SVCD, VCD, CVD und Mini-DVD fürs Auge (NTSC/PAL/Auto) sowie MP3, Audio-CD, AC3 und DTS fürs Ohr. Der Heimwerker hat die Wahl zwischen CD-R und CD-RW für seine Kreationen.
Souvenirs in Form einer DVD sind kein Problem. Per Fernbedienung lassen sich die Regionalcodes anwählen oder ganz deaktivieren (Firmware v3.2c).
Mittels Passwortsicherung können der neugierige Nachwuchs oder dreiste MitbewohnerInnen erfolgreich ferngehalten werden.
Die Allroundfähigkeiten setzen sich auch bei den Ausgängen fort. Der Afreey dürfte sich problemlos in die meisten heimischen HiFi/TV-Komponenten integrieren lassen:
Audio
- Digitalausgang optisch und koaxial
- Cinch-Sechskanalanschluss für Dolby Digital 5.1 (integrierter AC-3 Decoder)
- 2-Kanal-Cinch-Ausgänge (die üblichen analogen Ausgänge)
Video
- Scart (Composite Video, S-Video, RGB)
- Video-Composite (normaler Video-Cinch-Out)
- S-Video-Hosidenbuchse
- Komponentenausgang (YUV) z.B. für Beamer interessant
Wie macht sich der Afreey als stationärer MP3-CD Player? Wird alles, was sich im Laufe der Zeit an MP3 CD's angesammelt hat, auch abgespielt?
Um Licht ins Dunkel zu bringen wurde das Gerät fleißig mit MP3 CD's gefüttert. Dabei zeigte sich der Afreey nicht wählerisch. Im Test wurden MP3's mit Bitraten von 32 kbps bis 320 kbps problemlos abgespielt, darunter alle gängigen Encoder und Dateien mit variablen Bitraten. Bei anderen Samplingfrequenzen als 44.1 kHz streikte er jedoch, Mono-Files produzierten kurze Störgeräusche zu Beginn der Wiedergabe.
Kein Problem sind lange Dateinamen und Unterverzeichnisse. Andere Dateiformate als MP3, z.B. Bilddateien mit CD-Covern, werden ignoriert. Das gilt leider auch für Playlisten.
Beim Abspielen von MP3's folgt nach jedem Titel eine kurze Pause. Das heißt, Hitmixe oder Live-Aufnahmen konnten nicht kontinuierlich wiedergegeben werden. Dies gilt glücklicherweise nicht für den Betrieb mit Audio CD's.
Einfach und mehrfach beschreibbare Rohlinge (CD-R / CD-RW) verschiedener Hersteller mit 650 MB und 700 MB liefen im Test ohne Beanstandung. Erforderlich sind CD's, die im üblichen ISO/Joliet-Format gebrannt sind. Sogar Multisession CD's ließen sich abspielen, nachdem sie finalisiert wurden. Bei Singlesession CD's war eine Finalisierung nicht erforderlich.
Insgesamt also sehr gute Voraussetzungen, um die bestehende MP3-CD Sammlung weiter zu verwenden!
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