DISPLAY
Trotz seinen mikrigen 23 mal acht Millimetern weiß das winzige Display mit einer guten Lesbarkeit zu überraschen. Dank der hellblauen Hintergrundbeleuchtung, kombiniert mit schwarzer Schrift, bildet sich ein recht guter Kontrast ab, der zusätzlich in seiner Stärke verstellbar ist. Gemessen an der geringen Größe, lässt das Display kaum Wünsche offen, obwohl das kleine Format als grenzwertig zu bezeichnen ist. Alle wichtigen Informationen, angefangen von Interpret/Titelname und Equalizer-Modus über abgelaufene Zeit und Titelnummer bis hin zu Akkuzustand, Uhrzeit und Playmode ist alles vertreten.
SOUNDQUALITÄT
Der kleine Zwerg haut klanglich mächtig auf den Putz und versteht es, selbst größere Gegner in den Schatten zu stellen. Kräftig und klar kommen die Töne daher, wobei der Benutzer auch selbst noch jede Menge Möglichkeiten hat, das Klangbild entsprechend seinen Wünschen anzupassen. So steht neben den üblichen Presets, wie U-Bass, Jazz,Klassik,Pop und Rock, ein frei justierbarer Equalizer zu Verfügung. Wem das nicht genügt, der darf zusätzlich seinen individuellen Raumklang (SRS) abstimmen. Ein wenig getrübt wird der Hörspaß jedoch durch die im Lieferumfang enthaltenen Knopfohrhörer. Es bietet sich, wie so oft, der Kauf von hochwertigeren Alternativkopfhörern an. Auch wenn die Originale nicht wirklich schlecht sind, können sie das wahre Potential des T-20 nicht völlig ausschöpfen.
Der Radioempfang beeindruckt - selbstverständlich in Abhängigkeit zu den territorialen Empfangsbedingugen - mit einem glasklaren Signal. Aber auch die sonstigen Funktionen, wie z.B. automatische Suchmodi, Speicher für bis zu 20 Radiosender oder programmierte Aufnahmen per Timer, wissen zu überzeugen. Die Aufnahme einer externen Audioquelle (Musikanlage) ist über den eigens dafür vorgesehenen LinIn-Eingang möglich, allerdings liegt das dafür notwendige Kabel dem ohnehin spärlichen Lieferumfang nicht bei. Trotzdem ist diese Funktion sehr durchdacht, erkennt doch das Gerät automatisch den nächsten Titel und beginnt somit, eine neue Datei (immer im MP3-Foramt in gewählter Qualitätsstufe) zu generieren.
FAZIT
Der iriver T20 FM glänzt mit seinen Stärken in Bezug auf Klangqualität, Materialanmutung und durchdachten Features. Doch wo viel Licht, da auch Schatten. Und dieser ist groß genug, um einige Interessenten zu verschrecken, denn das Diktat der zu verwendenen Software ist für manche einfach nicht akzeptabel, denn ohne Windows XP und Mediaplayer ist selbst der Austausch normaler Daten unmöglich. Für einige Player von iriver gibt es bereits Firmware Updates, die eine MTP-Version in ein normales USB Massenspeichermedium (UMS) wandeln und somit den Player leicht als Massenmedium erkennen lassen. Möglicherweise gibt es in zukunft ein solches Update auch für die T20-Reihe.
Wer aber ohnehin die Softwareanforderungen erfüllt und somit Kompatibilitätsproblemen aus dem Weg geht, kann sich mit Recht als stolzer Besitzer eines Multitalents im Miniaturformat wähnen. In der Tat handelt es sich wohl um einen der kleinsten und leichtesten digitalen Audioplayer, der z.Zt. auf dem Markt zu erstehen ist. Viel kleiner sollte er wirklich nicht sein, da dann die ohnehin recht spärliche Ergonmie des Players gen Null schwindet. So trifft auch hier als Fußnote zu: "Wer schön sein will, muss leiden".
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