DISPLAY
Das LCD Display der Jukebox ist stets gut lesbar und macht es dank Hintergrundbeleuchtung auch gerne mal im Dunkeln. Im Menü lässt sich der Kontrast regulieren.
Die oberste Zeile enthält Symbole für den Ladezustand der Batterie, die Wiedergabefunktionen (Play, Pause, Stop) und den Lautstärkelevel.
Die beiden mittleren Zeilen fassen jeweils 11 Zeichen. Während der Verzeichnisnavigation erscheinen hier der aktuelle Datei- bzw. Verzeichnisname und Zusatzinformationen wie Dateityp (MP3, Verzeichnis oder Playlist), Tracknummer/Trackzahl und Verzeichnistiefe (relativ zum Root).
Während der Wiedergabe scrollt in der zweiten Zeile der Songtitel, in Zeile Drei werden Wiedergabemodus und Spielzeit angezeigt (beim Start erscheint hier kurz die Gesamtspieldauer des Titels). Die unterste Zeile des Displays informiert über den Betriebsmodus (USB, Menü, Audio).
Die geringe Zeilen- und Zeichenzahl erschwert die Titelsuche: Es werden immer nur eine Datei bzw. ein Verzeichnis angezeigt.
Umlaute sind unproblematisch: Ihnen fehlen zwar die Punkte, aber manch anderer Player ignoriert sie einfach. Insgesamt keine schlechte Lösung. Spielzeit und Spieldauer werden nur bei 128 Kbps-Dateien korrekt angezeigt. Mit höheren Bitraten steigt die Geschwindigkeit der Spielzeitanzeige. Die Spieldauer des Titels wird zu lang angegeben. Bei niedrigeren Bitraten kehren sich die Effekte entsprechend um. Aber keine Sorge: Die tatsächliche Abspielgeschwindigkeit stimmt immer.
SOFTWARE / ÜBERTRAGUNG
Die Übertragungssoftware besteht aus einem USB-Treiber für PC oder Macintosh. Rechner ohne USB-Schnittstelle können folglich nicht verwendet werden. Für PC wird vom Hersteller mindestens Windows 98SE empfohlen, für Macintosh mindestens OS 8.6. Im Test wurde ein PC unter Windows 98SE mit USB-Schnittstellenkarte verwendet. Auf dieses System beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen.
In Sachen Datenübertragung liefert die Archos Jukebox eine starke Vorstellung. Sind Rechner und Player das erste mal per USB-Kabel verbunden, wird die mitgelieferte Treiber-CD angefordert. Der Rest geht rasend schnell. Nach wenigen Klicks und ohne Neustart ist der USB-Treiber installiert. Danach kann der Player über einen neuen Laufwerksbuchstaben wie eine gewöhnliche Festplatte genutzt werden. Das hat enorme Vorteile, denn die Archos Jukebox ist quasi zu jeder Software "kompatibel". MP3's lassen sich einfach mit dem Explorer oder per Drag'n Drop überspielen. Mit guten Dateimanagern oder MP3-Datenbanken können Verzeichnisse synchronisiert oder in Playlisten gelinkte Dateien direkt auf den Player kopiert werden.
Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug im Test etwa 750 Kbps. Das entspräche fünffacher CD-Geschwindigkeit.
Das war zu einfach? Hier kommt das Firmware Update: Auf der Archos Homepage steht ein kleines Programm (~800 Kb) zum Download bereit, welches das Firmware-Update auf die Jukebox überspielt. Das Update-File (~60 Kb) kann aber auch manuell ins Root-Vezeichnis der Archos-Festplatte überspielt werden.
MP3-Einsteiger dürften an der deutschen Vollversion der MusicMatch Jukebox Gefallen finden, die für PC und Mac beiliegt: Der Audioplayer kann nicht nur Musikdateien und Playlisten verwalten, sondern auch MP3's aus Audio CD's erstellen oder umgekehrt Audio- und Daten CD's aus MP3's brennen. Zwar ist die im Lieferumfang enthaltene Version 5 nicht mehr ganz aktuell, sie enthält aber bereits den aktuellen Fraunhofer-Encoder (fastenc) und ermöglicht Bitraten bis 160 kbps. Die Installation erfolgt problemlos und ohne Neustart. Das Programm belegt etwa 25 MB auf der Festplatte.
LIEFERUMFANG
Zum Lieferumfang der Archos Jukebox 6000 gehören Kopfhörer, Netzgerät, USB-Kabel, deutsches Handbuch, Schutztasche und Software-CD.
Die CD enthält USB-Treiber und MusicMatch Jukebox 5 (deutsch), jeweils für PC und Mac. Die Schutztasche aus Neopren hat eine Gürtellasche aber keinen Schultergurt. Mit zwei Reißverschlüssen lässt sie sich sehr dicht verschließen und dürfte den Player auch am Strand oder während eines Regenschauers gut schützen.
Ein Kleinod deutscher Sprachkultur ist das Handbuch: Hier hat die Übersetzungssoftware ganze Arbeit geleistet! Kostprobe: "Willkommen dem besonders geschickten Hardware-Programmierer" (Welcome to the Found New Hardware Wizard).
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