Kleiner Zwerg ganz groß. So und nicht anders lässt sich die Beschreibung dieses Multitalents in wenige Worte fassen. Der aus dem Hause eSTAR Laboratories stammende MP3-Player mit internem Speicher kann über seine eigentliche Bestimmung hinaus mit zahlreichen Features aufwarten. Zwar ist das Gerät nicht aus einem einzigen Stück Stein gemacht, so wie es der Name "Monolith" eigentlich verrät, jedoch wirkt es doch wie aus einem Guss. Gebürstetes Aluminium vermittelt zusammen mit der perfekten Verarbeitung einen sehr hochwertigen, ja fast edlen Eindruck. Hinzu kommen seine kompakten Abmessungen und ein überaus geringes Gewicht von gerade einmal 65 Gramm. Weniger frequentierte Öffnungen, wie USB-Anschluss oder LineIn, sind mit einer Klappe bzw. einen kleinen Stöpsel vor Verschmutzung sicher geschützt. Nicht nur auf den ersten Blick macht der Player einen fantastischen Eindruck, auch wenn er sich den einen oder anderen kleinen Tadel gefallen lassen muss.
FEATURES
Der Monolith unterstützt Audiodateien im MP3- und Windows Media Audio Format (WMA). MP3s mit variablen Bitraten (VBR) von 8 bis 320 Kbps und Samplingfrequenzen von 8 bis 48 KHz wurden im Test ebenso abgespielt, wie die ganze Palette an WMA Dateitypen. Der integrierte FM-Tuner verfügt über einen exquisiten UKW-Empfang, der größeren Radios in nichts nachsteht. Ein schneller Sendersuchlauf findet im Äther automatisch den nächsten klaren Sender; und wem das nicht reicht, dem stehen 30 Speicherplätze für die Lieblingsprogramme zur Verfügung. Über die Verbindung zum PC können diesen dann zusätzlich Namen vergeben werden, falls dem Benutzer die Anzeige der Radiofrequenz nicht ausreichen sollte. Wer eine Sendung im Rundfunk nicht verpassen möchte, aber gerade verhindert ist, kann die automatische Aufnahmefunktion in Anspruch nehmen. Wie bei einem Videorecorder werden hier die Aufzeichnungen mit der Eingabe von Tag, Zeit und Sender programmiert. Hat man das Gerät ohnehin gerade zur Hand, dann kann auf die Automatik verzichtet werden und die Aufnahme von Radiosendungen sofort manuell erfolgen.
Doch damit ist Liste der Aufnahmefunktionen noch lange nicht beendet. Auch als Diktiergerät hält der MX-7010 her. Die Qualität der Aufnahmen beeindrucken im besonderen Maße, denn sogar Geräusche im Hintergrund werden extrem klar aufgezeichnet, wobei die Stimme im Vordergrund dominant und gut verständlich bleibt. Zu guter letzt wird der Mitschnitt von externen Datenquellen, wie z.B. HiFi-Anlagen, über die LineIn-Buchse erlaubt. Analog werden die Daten über ein mitgeliefertes Datenkabel direkt zum Monolith gespielt und dort in ein frei konfigurierbares MP3-Format umgewandelt. Praktisch, aber zeitaufwändig, da die Titel selbstverständlich in Echtzeit abgespielt werden müssen.
Ein weiteres interessantes Merkmal stellt die sogenannte Lyric Function dar. Ebenfalls per Computer kann man sich zu einem MP3-Titel den passenden Text auf den Player laden und dann synchron zum Lied anzeigen lassen. Zusätzlich lassen sich durch Bookmarks beliebige Titel zum leichteren Wiederauffinden markieren. Bis zu 30 Lesezeichen stehen zur Verfügung; sogar innerhalb eines Titels lassen sie sich setzen. Natürlich kann man auch, ganz wie an der heimischen Musikanlage, eine eigene Play-List erstellen und den Play-Mode (Standard/Random/Intro) verändern. Ein sekundengenaues Resuming ermöglicht, besonders interessant für Hörbücher, den bequemen Einstieg an der zuletzt gestoppten Position.
Standesgemäß verfügt der Winzling über eine Uhr mit Datumsanzeige, eine Stoppuhr, einen Sleep-Timer und einen Wecker. Um letzteren benutzen zu können, braucht einfach nur ein beliebiger MP3-Titel mit dem Namen "sound.mp3" in ein entsprechendes Verzeichnis gespielt werden. Das Resultat ist dann der Weckdienst mit dem persönlichen Lieblings-Song, allerdings leider nur über die Köpfhörer. Aber wenn schon ein Wecker, warum dann nicht ein von den Kopfhörern unabhängiger Piepton oder ähnliches?
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