The Cooler - Alles auf Liebe
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Original Titel The Cooler Kinostart 04.03.2004 Genre Drama Erscheinungsjahr 2003 Land USA Verleih Alamode Film |
Regie Wayne Kramer Autor Wayne Kramer / Frank Hannah Laufzeit 101 Minuten Hauptdarsteller William H. Macy Alec Baldwin Maria Bello Shawn Hatosy |
Auch ein blindes Huhn findet einmal ein Korn
"The Cooler" ist wohl der Geheimtipp des Jahres. Eigentlich sollte dieser Streifen nie die großen Leinwände erblicken dürfen, sondern lediglich die DVD-Player erobern. Doch der Erfolg auf dem Fantasy-Filmfestival gab ihm Recht. So dürfen wir uns nun glücklich schätzen, diese überaus gelungene Mixtur aus Gangsterepos und Lovestory auch im Kino genießen zu können.
Schauplatz für diese märchenhaft anmutende Geschichte ist die Lichterstadt Las Vegas. Viele Menschen wurden hier reich, noch mehr Menschen jedoch bettelarm. So erging es auch Bernie Lootz (William H. Macy). Der Pechvogel verschuldete sich ins Grenzenlose, doch seine Fähigkeit, allein durch seine Anwesenheit anderen beim Glücksspiel Pech zu bringen, machte sich Casino-Direktor Shelly Kaplow (Alec Baldwin) zur Tugend. Und so kommt es, dass Bernie seit jeher für Kaplow und dessen Geldmaschinerie als sogenannter Cooler arbeitet. Läuft das Roulette- oder Kartenspiel für die Spieler zu gut, wird Bernie gerufen, um das Spiel zu Gunsten des Casinos lenken.
Doch schon bald soll der Spuk ein Ende haben, denn seine Schulden sind beinahe beglichen. Der humpelnde Cooler, die Knieverletzung hat er seinem Chef zu verdanken, möchte die Stadt verlassen, irgendwo ganz neu anfangen und die Mafiaähnlichen Strukturen des Spielergewerbes vergessen. Just in diesem Moment lernt er die überaus anziehende Kellnerin Natalie im eigenen Hause (Maria Bello) kennen und verguckt sich in sie. Überraschenderweise empfindet auch Natalie für den treuherzigen aber höchst verklemmten Unglücksmenschen mehr als nur Sympathie.
Die beiden werden schnell ein überglückliches Liebespaar und prompt wandelt sich Bernies Pech- in eine Glücksträhne. Das Glück jedoch beschränkt sich nicht auf das Pärchen, sondern überträgt sich auf alle anderen Menschen in unmittelbarer Umgebung. Damit kann Kaplow selbstverständlich nicht einverstanden sein, da die Höhe der Gewinne im Casino sprunghaft ansteigt und Bernie das Gegenteil vom eigentlichen Ziel erreicht. Shelly Kaplow, der immer noch für die alte, gewaltsame Schule in diesem hart umkämpften Business steht, versucht mit allen Mitteln, Bernies Glück Einhalt zu gebieten.
Obwohl auch "The Cooler" der amerikanischen Traumfabrik entstammt, fällt seine ungewöhnliche Freizügigkeit ins Auge, denn mit erotischen Szenen und kleinen Überraschungen hat man nicht gespart. Besonders Maria Bello, u.a. bekannt aus "Coyote Ugly", lässt tiefe Einblicke zu. Viel Witz und Charme, untermalt mit einem Jazz-orientierten Soundtrack, lassen diesen unkonventionell in Szene gesetzten Streifen zu einem gefühlsbetonten, aber keineswegs kitschigen Kinoerlebnis werden. Für all jene, die mal ein besonderes Schmankerl in der sonst so kommerziell geschliffenen Kinolandschaft suchen, sei dieser Film ans Herz gelegt.
Von Lars Lehmann
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