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Home Page : News : ALLGEMEIN : Erste Gerichtsentscheidung: MP3.com verletzt Copyrights
(MPeX.net/gpel - 01.05.2000) - Kurz vor Pfingsten, am Freitag, dem 28. April ging die erste Runde im Prozess um den my.MP3.com Service zuende. MP3.com ermoeglicht es mit dem Service unter anderem, durch Einlegen einer Audio-CD in den PC die dazugehoerigen MP3-Dateien aus dem Netz laden zu koennen ohne Sie enkodiert oder irgendwo hochgeladen zu haben. Die CD wird danach nicht mehr benoetigt und die MP3-Dateien aus dem my.MP3.com Service sind per Passwort von jedem Internetzugang auf der Welt zugaenglich. Die Idee war gut und abgesehen davon, dass die MP3-Files mit maximal 128 Kbps und Xing-Encoder auf den Server-Laufwerken bei MP3.com lagern, fehlte beim Start des Services Ende Januar jegliche Abstimmung mit den Plattenfirmen. So war es hoechstens fuer den Geschäftsführer von MP3.com Michael Robertson verwunderlich im Kollektiv von der Recordingindustry Association of America (RIAA) verklagt zu werden. Elf der groessten Musiklabels, wie zum Beispiel Sony Music Entertainment, Warner Brothers Records, BMG Music, RCA und Capitol Records liessen sich von der RIAA im Gerichtssaal vertreten, da sie fuer die circa 45 000 angebotenen MP3-Dateien gerne Lizenzgebuehren gesehen haette. MP3.com argumentierte von der Seite, dass der Service nur mit der Original-CD nutzbar sei und der Besitzer der CD das Recht haben solle seine Musik so zu hoeren wie er wolle, egal wo er ist und in welcher Form. Zudem meint MP3.com durch my.MP3.com CD-Verkaeufe anzukurbeln, da in Zusammenarbeit mit CD-Shops der Online-Kauf von Musik ermoeglicht werde. Bis die CD geliefert wird kann sie bereits als MP3 gehoert werden. Von Rechtsexperten wurde im Vorfeld des Prozesses angezweifelt, ob die vorhandenes Recht ueberhaupt angewendet werden koenne und dass eine Definition ueber die exakten Rechte des Besitztums einer Audio-CD in jedem Fall fehle. Im Prozess wurde klar, dass zunaechst kein neues Recht gebildet werden sollte. Richter Jed Rakoff in New York hielt sich nach den einfachen Vorgaben, dass hier eine unerlaubte Verfielfaeltigung der Musiktitel auf die Server von MP3.com stattgefunden habe. Die Musikfirmen wollen bis zu 150.000 Dollar Schadensersatz pro Angebotenem Titel was bei Vollstreckung ultimativ des Ende von MP3.com bedeuten wuerde. Noch aber ist kein Ende im Rechtsstreit in Sicht. MP3.com wird von Experten nachgesagt ihre Position um die Rechte des Besitzes einer Audio-CD nicht ueberzeugend dargelegt zu haben. Sollte dies in der naechsten Verhandlungsrunde gelingen koennte nochmals alles auf den Kopf gestellt werden. Moeglicherweise wird sich bis Ende des Jahres noch das hoechste amerikanische Gericht mit dem Fall beschaeftigen muessen - je nachdem, wie lange MP3.com durchhaelt zu widersprechen....
» RIAA verklagt MP3.com wegen Beam-It-MP3s
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