30.000 Napster Benutzer legen Einspruch ein
17.05.2000 | Von Lars Bräuer
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Mehr als 30.000 von insgesamt 317.711 gesperrten Napster Benutzern haben gegen die Sperrung Ihres Zugangs Einspruch eingelegt. Nach dem Digital Millenium Copyright Act müsste Metallica nun innerhalb von 10 Tagen darauf reagieren und alle 30.000 Benutzer verklagen. Da eine so ungeheuere Zahl an Klagen und den daraus folgenden Gerichtsverfahren die schiere Zeitverschwendung wäre, gab Howard King, der Anwalt von Metallica, bekannt, das kein Gerichtsverfahren gegen die Benutzer angestrengt wird. Der 19 Jahre junge Gründer von Napster, Shawn Fanning dazu: "Die Tatsache das soviele Leute an uns herangetreten sind und die Anschuldigungen von Metallica abweisen, zeigt deutlich dass dies keine klare Angelegenheit ist." King hat ungefähr 17.000 dieser Einsprüche erhalten und sagt dass keiner dieser Einsprüche gerechtfertigt sei. Wie bereits erwähnt ist der Vorgang folgendermaßen: Benutzer die sich zu unrecht beschuldigt fühlen, müssen sich mit einem Einspruch an den Dienstanbieter wenden, von dem sie gesperrt wurden. In diesem Fall ist der Dienstanbieter Napster. Der Dienstanbieter muß diese Einsprüche dann an den Kläger weiterreichen. Folgt innerhalb von 10 Tagen nach Eintreffen der Einsprüche keine Klage, muss der Dienstanbieter aufgrund des unbestätigten Verdachts die Benutzernamen wieder freigeben. So wird es warscheinlich nie zu einem Ende kommen, denn jeder kann Einspruch einlegen und so seinen Zugang wieder aktivieren lassen. Seit einigen Tagen gehen ausserdem zahlreiche Programme um, die es ermöglichen durch einen neuen Benutzernamen erneuten Zugang zu Napster zu erhalten. Dabei machen die Programme nichts anderes, als entsprechende Einträge in der Systemregistry von Windows zu löschen. |
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