|
||
![]() |
Home Page : News : ALLGEMEIN : Listen.com will's wissen: B2B mit Portalen, P2P mit Scour Exchange?
(MPeX.net/gpel - 09.11.2000) - Listen.com, der amerikanische Betreiber eines der größten Web-Kataloge zum Finden von downloadbarer, legaler Musik, Videos und Interviews bekannter Stars, geht in die Offensive. Anscheinend bewegt durch die Entwicklungen zwischen Napster und Bertelsmann machte Listen.com der bankrupten Tauschbörse am 1. November ein Angebot von Millionen Dollar für die Suchtechnologie von Scour Exchange. Scour Inc. hatte durch sein Programm Scour Exchange, das Napster sehr ähnlich kommt, Klagen der Industrieverbände aus Film- und Musikwirtschaft (MPAA und RIAA) auf sich gezogen. Kurz danach mußte Scour auf finanziellen Gründen den Großteil seiner Mitarbeiter entlassen und sich letztendlich im Oktober als Zahlungsunfähig in den Konkurs begeben. Der Rechtsstreit liegt seither auf Eis - Listen.com will die Firma daher auch nicht in dem Sinne kaufen, als dass es dadurch die Rechtsstreitigkeiten auf sich zieht, sondern bietet vielmehr um die Napster-ähnliche Technologie. Sollte kein Mitbewerber eine höhere Summe ausschreiben, so hat Listen.com vor, ein eigenes Geschäftsmodell zur legalen Nutzung der Tauschbörse aufsetzen. Wie dieses aussehen könnte steht noch in den Sternen geschrieben - aber es kann wohl davon ausgegangen werden, daß Listen.com abwartet, welche Partner und konzeptionellen Fehler sich bei Bertelsmann-Napster ergeben, um dann einen besseren Service anbieten zu können. Generell soll sich die Ausrichtung von Listen.com vom Service direkt zum Verbraucher hin (Business to Consumer - kurz "B2C") zum Dienstleister für andere Firmen (Business to Business - kurz "B2B") wandeln. Statt seinen eigenen Suchkatalog großartig an Endkunden zu Vermarkten will Listen.com sein Angebot in Zukunft stärker als Entertainment-Aspekt für Portal-Sites vermarkten. Dazu soll auch eine WebRadio-Stream Technologie gehören, die innerhalb diesen Jahres von WiredPlanet aufgekauft worden ist. Damit sollen Plattenfirmen, wie z.B. Limp Bizkit's Interscope Records eigene Kanäle zu Promotionszwecken zur Verfügung stellen können. Listen.com hat seit seinem Bestehen Mitte 1999 bereits eine Vielzahl von Portalen, wie Yahoo, Lycos oder Excite mit Inhalten versorgt. Wie CNet kommentiert, handelt es sich bei Listen.com um eine der wenigen Musik-Internet-Firmen, die finanziell noch stark genug sind, um auszuholen und Einzukaufen. Vielen der Mitbewerber aus der ersten Generation gehen die finanziellen Mittel auf der Suche nach einem sinnvollen und lukrativen Geschäftsmodell bereits aus, entlassen Mitarbeiter oder sehen sich in einer besseren Position ihre Anteile an mächtigere Partner zu verkaufen, statt selbst chancenlos in den Bankrott zu entgleiten.
|
|
||||||||||||||||