Fraunhofer & Co entwickeln an Nachfolgeformat mp3PRO
09.01.2001 | Von HelH
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Thomson und Fraunhofer, Inhaber der Basispatente der MP3 Technologie, arbeiten mit einer Drittfirma names Coding Technologies (Spin-Off vom Fraunhofer IIS-A und einem schwedischen Unternehmen, spezialisiert auf Audiokompression) an einem verbesserten MP3 codec, der die Qualität einer heute üblichen 128kbps MP3-Datei bei einer Bitrate von 64kbps erreichen soll, so die Pressemitteilung, die anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) ausgegeben wurde. Eine Betaversionen des neuen Codecs wurde dort von Thomson vorgestellt, erste Produkte werden für die zweite Hälfte des Jahres angestrebt. Mp3PRO soll vollständig rückwärtskompatibel sein, wobei ältere Decoder dann aber nicht von der verbesserten Qualität profitieren können. Grund zu diesem Schritt ist sicherlich die zunehmende Konkurrenz durch andere Formate wie WMA und RealAudio8, die bei halber Bitrate von üblichen MP3's (128kbps) CD-Qualität versprechen. Vor allen im Streaming-Bereich könnte dies interessant werden, da in Deutschland Breitbandverbindungen noch immer nicht Standard sind. Upgrades für MP3-Player der Lyra-Reihe von Thomson sollen in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, andere Hardwareplayerhersteller und Software für den PC sollen folgen. Als Plattformen werden zunächst Windows 98/ME, Mac und Linux unterstützt. Die Bezeichnung mp3PRO und die Rückwärtskompatibilität sind insofern interessant, da dieses Format sich nicht erst wie andere neue Audioformate durchsetzen muss, MP3 bleibt eben MP3, das bekannteste Audioformat, das in seiner PRO Version das "neue MP3" werden soll, so Rocky Caldwell, der zuständige Projekt-Manager. |
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