CeBit: Preisrevolutionen auf dem portablen Speichermarkt
24.03.2001 | Von Robert Lawatscheck | Seite 2 von 2
Schon zur CeBit 2000 hatte Sanyo ein Medium vorgestellt, das 750 MB speichert. Ab April 2001 werden Kameras von Sanyo mit diesen Speichermedien zu kaufen sein. Das einzelne Medium kostet dabei knapp an die 100 DM. Das Sanyo-Medium ist etwa so groß wie eine halbe Kreditkarte, speichert die Daten magneto-optisch und ist wiederbeschreibbar. Allerdings hatte Sanyo zur Cebit 2001 keine MP3 Player mehr am Stand. Laut Sanyo Presssprecher gibt es verschiedene
anonyme Lizenznehmer für MP3-Player mit dem Sanyo-Medium - allerdings ist scheinbar kein Plan reif genug um offiziell bekannt gegeben zu werden.
Ein anderer prominenter Speichermedienentwickler der Neuigkeiten bekannt gibt ist Iomega. Die ZIP-Hersteller kamen vor einem halben Jahr mit dem pocketZIP (vormals Clik) für ihren MP3-Player HipZip auf den Markt. PocketZIP hat 40 MB Speicherplatz bei einem Preis vom 20 DM pro Medium und kann über den HipZip als ganz normales Computerlaufwerk angesprochen werden.
Dies hat den Vorteil, daß man nicht nur Musik sondern alle anderen beliebigen Daten mit sich herumtragen kann. Zur CeBit kündigt Iomega ein pocketZIP Medium mit 100 MB Speicherplatz zum Ende des Jahres an. Außerdem gab Iomega bekannt, die 320Mb großen Microdrives von IBM bald unter eigenem Namen zu verteiben. Iomega ist schon früh den richtigen Weg gegangen, allerdings sind 40 MB einfach zu wenig und 100 MB auch noch nicht berauschend, bei 50 Pf pro Megabyte Speicherplatz ist die Konkurrenz Iomega vorraus. Auch haben DataPlay und Sanyo verschiedeneste Lizenznehmer - ein zweiter Punkt der gegen Iomega als Gewinner des Rennens um das Speichermedium der Zukunft spricht. Die pocketZIP-Medien sind nur in Iomega-Playern einsetzbar und damit nicht universell genug. Sanyo hat die Zeichen der Zeit erkannt - hat Audioplayer aber am Ende der Prioritätenliste stehen und so hofft man dort erst einmal auf den Erfolg der Kameras mit dem neuen, billigeren Medium (13 Pf pro MB). Von Sony gar ist in Sachen neuer Speichermedien momentan nicht viel zu hören. Weder von MiniDisc II mit 650 MB noch von einer richtigen Schnittstelle zwischen Computer und dem bestehenden MiniDisc-Standard. Hier wird momentan weiterhin auf die teuren MemoryStick-Technologie gesetzt. Nach allen genannten Fakten wird klar - die Firma DataPlay Inc. aus Colorado ist der heißeste Anwärter, den Speichermedienmarkt völlig umzukrempeln. Wenn DataPlay wirklich zum genannten Preis von 4 Pf pro Megabyte Ende dieses Jahres auf dem Markt ist und die Geräte nicht zu teuer und verfügbar sind - steht eine Revolution auf dem MP3-Portable Markt bevor. Warten wirs ab - Neues dazu zur IFA 2001 im Herbst. |
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Schon zur CeBit 2000 hatte Sanyo ein Medium vorgestellt, das 750 MB speichert. Ab April 2001 werden Kameras von Sanyo mit diesen Speichermedien zu kaufen sein. Das einzelne Medium kostet dabei knapp an die 100 DM. Das Sanyo-Medium ist etwa so groß wie eine halbe Kreditkarte, speichert die Daten magneto-optisch und ist wiederbeschreibbar. Allerdings hatte Sanyo zur Cebit 2001 keine MP3 Player mehr am Stand. Laut Sanyo Presssprecher gibt es verschiedene
anonyme Lizenznehmer für MP3-Player mit dem Sanyo-Medium - allerdings ist scheinbar kein Plan reif genug um offiziell bekannt gegeben zu werden.
Ein anderer prominenter Speichermedienentwickler der Neuigkeiten bekannt gibt ist Iomega. Die ZIP-Hersteller kamen vor einem halben Jahr mit dem pocketZIP (vormals Clik) für ihren MP3-Player HipZip auf den Markt. PocketZIP hat 40 MB Speicherplatz bei einem Preis vom 20 DM pro Medium und kann über den HipZip als ganz normales Computerlaufwerk angesprochen werden.








