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Home Page : News : ALLGEMEIN : MusicCity: Statt OpenNap nun Eigenentwicklung Morpheus
(MPeX.net/gpel - 23.04.2001) - Der bisher größte und bekannte OpenNap-Dienst Musiccity hat dem OpenNap Prinzip nun den Rücken gekehrt. Bislang war es möglich auf einen der circa 30 MusicCity-Server mit einem beliebigen Napster-Client, wie z.B. dem original Napster mit Napigator, FileNavigator oder Audiognome zuzugreifen. Zusammen mit dem Redesign seiner Homepage hat Musiccity nun einen eigenen, proprietäres Tauschsystem namens Morpheus. Der Client/Server basiert teilweise auf dem Gnutella-Prinzip, verspricht allerdings bessere Leistung gerade für langsame Verbindungen. Das Morpheus-Netzwerk soll nach eigenen Aussagen "selbstorganisierend" sein. Durch sogenannte SuperNodes soll vermieden werden, daß langsame ISDN/Modem-Verbindungen mit Suchanfragen belästigt werden. Es ist davon auszugehen, daß die 30 bisherigen Opennap-MusicCity Server alle als solche SuperNodes fungieren. Durch diese Struktur sollen Suchanfragen innerhalb von 1-3 Sekunden zustande kommen - nach eigenen Angaben bis zu 50 mal schneller als bei Gnutella. Durch eine Technologie die MusicCity "SmartStream" getauft hat soll sichergestellt werden, daß der Download einer Datei jeweils vom schnellsten Computer stattfindet, der Datentranfer bei Abbruch automatisch wiederaufgenommen werden kann. Durch "FastStream" soll es sogar möglich sein eine Datei von mehreren Quellen gleichzeitig runterzuladen. Das letztere ist ein Feature was bisher nur bei iMesh für Aufsehen gesorgt hat. Durch "Meta Data" werden alle ID3-Tags von MP3s ausgelesen und in die Suchdatenbank eingepflegt. Es soll dadurch möglich sein nach Parametern wie Album, Titel, Künstler, Kategorie, Bitrate und Länge zu suchen. MusicCity hat auch an die kommerzielle Nutzung seines Dienstes gedacht - so soll es für Firmen möglich sein Dateien auf sogenannten "Content SuperNodes" von Musiccity abzulegen, die dem Morpheus Netzwerk dann jederzeit zur Verfügung stehen. Durch Einbindung von Digital Rights Management soll es für Plattenfirmen zum Beispiel langfristig möglich sein Musik über solche Content SuperNodes zu verkaufen. Morpheus steht ähnlich wie Gnutella generell allen Dateitypen offen. Ähnlich wie bei Napster soll Morpheus allerdings über Chat und Instant Messaging-Funktionen verfügen. Die Motivation für MusiCcity dürfte klar sein: Rechtlich ist gegen ein echtes P2P-Netzwerk bislang weniger zu sagen, als gegen einen Napster-Listserver. Man hat sich bei Musiccity also nicht ausgeruht, als der Napster-Prozess voll im Gange war und unbemerkt eine Masse von Benutzern auf sich gezogen, die nun schlauerweise alle den Morpheus-Client benutzen sollen. Durch die Verwendung eines einzelnen, genormten Clients kann MusicCity natürlich sicherstellen, daß seine Werbung und Neuigkeiten gesendet werden. Durch durchdachte Features - der Kombination auf Napster und Gnutella mit den besten Funktionen aus iMesh hat Morpheus wohl große Chancen auf weitreichende Nutzung. Langfristig wird sich zeigen, inwieweit die SuperNodes von Musiccity rechtlich ein Problem darstellen. Wahrscheinlich aber hofft MusicCity darauf, daß das Morpheus-Netzwerk bis dahin schon soweit gewachsen ist, daß die eigenen SuperNode-Server nicht mehr benötigt werden und das Netzwerk im Falle eines Rechtsstreits unabhängig wird. Auch ist davon auszugehen, daß Musiccity langfristig versuchen wird mit der Musikindustrie zu kooperieren und Musik über Morpheus zu verkaufen. Im Moment kann es MusicCity nur darum gehen möglicht viele Benutzer vom gefilterten original-Napster abzuziehen. Durch seine Pole-Position bei den OpenNap-Netzwerken hat Musiccity hierbei wiederum gute Chancen. Smart thinking Musiccity - mal sehen, wo die Reise hinführt. DISKUSSION (Beiträge: 2)
Meine Herrn! Wo hast denn DEN Artikel ausgegraben? Musiccity hat sich doch schon seit über einem Mon... Re: MusicCity: Statt OpenNap nun Eigenentwicklung Morpheus wo kann ich mehr supernode ip adresse bekommen? nach dem upgrade von morpheus geht nix! ich brauch n...
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