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Home Page : News : ALLGEMEIN : Wie lange noch für KaZaA, wann sind P2P Benutzer drann?
(MPeX.net/gpel - 13.07.2002) - Wie mit einer Machete durch den Dschungel schlägt sich die Musikindustrie. Ganz nach dem Motto, wenn der Regenwald zerstörbar ist, müßte es doch auch gelingen, einen langfristigen Flächenbrand beim Musik-Dateitausch im Internet zu erzeugen. Offiziell ist nun, daß die Sammelklage der Musikindustrie gegen das FastTrack-Netzwerk um die Firma Sharman Inc ausgeweitet worden ist. Sharman besitzt seit Anfang des Jahres die Rechte am Tauschprogamm KaZaA und hat seinen Sitz in Australien. Protokollerfinder FastTrack Inc. hatte der Distribution durch Sharman aufgrund des massiven rechtlichen Drucks im Heimatland Holland stattgegeben. Wahrscheinlich erhofften sich beide Partner in Australien ein Stück weiter vom Gesetz entfernt zu sein - und tatsächlich haben sie sich durch diesen Schritt ein gutes halbes Jahr an Zeit gekauft. Aus Sicht des Technologie-Newsdienstes cnet.com stehen die Chancen für das FastTrack Netzwerk im Rechtsstreit nicht schlecht. Im Gegensatz zu Napster sind die Autoren und Distributoren der Programme keine Betreiber von Zentralservern und haben ohne Index somit keine Kontrolle über die getauschten Dateien. Solange den Klägern nicht einfällt auf den Morpheus-Zwischenfall zu sprechen zu kommen, der recht eindeutig beweist, daß es sehr wohl Einstiegsserver und Kontrollmechanismen in diesem angeblich völlig autonomen Netzwerk gibt, könnte dies sogar gutgehen. Möglich ist, daß die Gerichte FastTrack dazu zwingen wollen, durch eine Teilzentralisierung des Dienstes für eine Filterung von Inhalten zu sorgen. Der Fall Napster hat gezeigt, daß für KaZaA und Grokster noch einige Zeit verbleiben dürfte. Nach der ersten einstweiligen Verfügung gegen Napster hatte es nochmals mehr als ein halbes Jahr gedauert, bis der Dienst vollständig gefiltert und schließlich zwecks mittlerweile aufgegebener Kommerzialisierung offline gegangen war. Wahrscheinlich im ersten Quartal 2003 - recht genau drei Jahre nach dem endgültigen Fall von Napster könnte ein Schuldspruch für FastTrack das Ende bedeuten. Wenn man Insider-Berichten verschiedener Publikationen Glauben schenken mag, so plant die Musikindustrie nunmehr auch Klagen gegen bisher unbelangte Einzelpersonen. Laut RIAA habe man herausgefunden, daß ein Großteil der Dateien in P2P-Tauschbörsen Dateien von einem relativ kleinen Kreis von Personen mit schneller Internetanbindung angeboten wird. Diese Personen der Zeitgeschichte sind leider nicht nur der aktuelle Beweis, daß es soetwas wie Altruismus tatsächlich gibt, sie könnten es auch bald mit Staatsanwalt, Arbeitgeber oder ihrer Studieneinrichtung zu tun bekommen. Daß die Musik- und Softwareindustrie weltweit einzelne Universitäten, öffentliche Einrichtung und Firmen sowie Provider, allen voran T-Online abmahnt, wohl aufgrund der Beweislage kostenfrei, ist nicht unbekannt. Den Schritt vors Gericht hat bislang zumindest in Deutschland wegen Teilnahme an einer Datei-Tauschbörse noch niemand begangen. Seit den Gesetzesänderung nach dem 11. September ist es in Deutschland allerdings wesentlich einfacher für Polizei und Staatsanwaltschaft den Provider um die Herausgabe von Adressen zu zugehörigen IP-Adressen zu zwingen um somit zu einer Klage zu kommen. Die Einwahldaten auch von dynamischen IP-Adressen müssen hierzu für sechs Monate archiviert werden. Wie bereits bei Metallica, die sich durch ihre öffentliche Kritik an Benutzern von Napster richteten und damals nur Benutzernamen sperren ließen, könnten rechliche Aktionen ungeahnte Boykottmaßnamen der Internetbenutzer gegen die Musikindustrie nach sich ziehen. Der wahrscheinliche Trend mit sinkenden Preisen für schnelle CD-Brenner wäre in diesem Fall die Direktkopie von CDs. Eine größere Verlagerung in diesen Bereich können auch lästige Kopierschutzmechanismen nicht ordentlich eindämmen. Es käme vielmehr zu einer Verschlimmerung der Situation, da einzelne heruntergeladene MP3s - möglicherweise noch in mäßiger Qualität zumindest zum Kauf eines kompletten Albums anregen können, während eine CD-Kopie fast jegliche Kaufinitiative erstickt. Wie immer gilt: Die Industrie meint zu wissen was sie macht und welches die richtige Vorgehensweise ist - sie hat es die letzten fünf Jahre schließlich stets falsch gemacht... aber spätestens wenn auch die letzte Band kommerziell hochproduziert wird, der letzte Benutzer vergrault und die CD-Preise bei 30 EUR samt Kopierschutz gelandet sind, werden auch sie merken, daß es irgendwann mal um Musik ging. DISKUSSION (Beiträge: 5)
alles kein problem mehr,da während dieser äußerungen schon hinter verschlossenen türen über diese di... RE: Wie lange noch für KaZaA, wann sind P2P Benutzer drann? Hehe , echt lustig alles , also erstmal zahlen wir alle Gema und GEZ ,also Gema auf jedenfall . Da b... RE: Wie lange noch für KaZaA, wann sind P2P Benutzer drann? Und noch ne Seite zu dieser Thematik: http://www.heise.de/newsticker/meldung/46118 :wink: RE: Wie lange noch für KaZaA, wann sind P2P Benutzer drann? Ergänzung: http://www.heise.de/newsticker/meldung/46058 8) Re: Wie lange noch für KaZaA, wann sind P2P Benutzer drann? genau,wenn ich mir alle platten,die es zu kaufen gibt auch anhören kann....ja dann hör ichs mir gern...
» CNET: Judge OKs suit against Kazaa parent
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