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Home Page : News : ALLGEMEIN : Sherman vs Sharman? USA gegen KaZaA!
(MPeX.net/gpel - 13.01.2003) - Laut Meldung des Onlinemagazins Heise.de hat ein kalifornisches Gericht nun entschieden, dass gegen KaZaA in den USA rechtlich vorgegangen werden könne, obwohl Muttergesellschaft Sharman Networks auf einer unabhängigen Insel im Pazifik namens Vanuatu gemeldet ist. Die Begründung beläuft sich darauf, dass Millionen von KaZaA-Clients in den USA heruntergeladen worden sind und somit Schaden in den USA entstehe, dem sich Sharman Networks nicht entziehen könne. Diese Rechtsauffassung ist sehr weit gegriffen, zumal das Internet eben international ausgelegt ist und somit kein einzelnes Recht gelten kann. Es ist heftig umstritten, welcher Standort rechtlich gesehen im Internet zählt: Der der Firma, der der Server (im Falle von KaZaA übrigens momentan Dänemark) oder eben am Wirkungsort des Services. Als üblich gilt allerdings, dass eine Klage gegen eine Firma an dem Ort bzw Land verhandelt wird, wo sie niedergelassen ist. Das hat auch ganz andere praktische Gründe: Zwischen den USA und Vanuatu besteht nämlich kein Auslieferungsverfahren, so dass es zumindest wenn sich die Verantwortlichen geschickt anstellen, schwer sein dürfte, eine Verhandlung unter Anwesenheit von Vertretern der Beklagten zu führen. Käme es dann zu einer Verurteilung oder möglicherweise sogar zum Verbot der Nutzung des Tauschdienstes für US-Amerikaner, so dürfte dies Sharman herzlich wenig stören, so lange Vanuatu tatsächlich unabhängig bleiben darf. Bestimmte Diktatoren von Staaten, in denen Massenvernichtungswaffen zumindest vermutet werden, können sich diese Hoffnung jedenfalls nicht mehr lange machen und auch dieser Richterspruch läßt vermuten, dass politischer und ökonomischer Einfluss auf der Welt den USA nicht weit genug gehen kann. Ob die Musikindustrie allerdings jemals den Stellenwert von Öl einnimmt ist natürlich eine ganz andere Frage... Unterdessen hält die RIAA (Recording Industry Association of America)unter Aussagen des Präsidenten Sherman den Kampf gegen Tauschbörsen für verloren. Diese Erkenntnis wäre vor zwei bis drei Jahren sinnvoll gewesen, dann würde eventuell mittlerweile ein ordentlicher Abo-Dienst bestehen. So sagte Sherman in einem BBC-Interview: "Wir wollen die Musik-Piraten oder illegale Peer-to-Peer-Angebote gar nicht komplett ausmerzen". Obwohl zwischen Wollen und Können sicherlich ein Unterschied besteht, so sei die RIAA allerdings darauf bedacht Piraterie und P2P einzudämmen und auf kleiner Flamme zu halten. Sherman weiter "Die einzig sinnvolle Antwort auf Musik-Piraten sind Alternativen, die Kunden dazu bringen, für Musik bezahlen zu wollen" - auf diesen Spruch ist Hillary Rosen - die eigentlich bekanntere Executive der RIAA, nie gekommen. Leser dieser Publikation wissen, dass MPeX.net seit gut drei Jahren ähnlich argumentiert! Es wird Zeit für bezahlbare, komfortable und qualitativ hochwertige Musikangebote. "Vielleicht hätten sie jemand fragen sollen, der sich damit auskennt" - oder hätte gar jemand im Sinn gehabt, die Gelben Seiten für ihr doch so angebrachtes Motto auch noch zu verklagen? DISKUSSION (Beiträge: 5)
klar, da haben die alten politiker auch in den usa gepennt und haben das "problem" anfangs nicht ern... RE: Sherman vs Sharman? USA gegen KaZaA! Ich finde, die Musik- und Filmindustrie sollte sich mal fragen, warum es die Leute nötig haben, sich... RE: Sherman vs Sharman? USA gegen KaZaA! jo, ich habe p2p auch immer als preisreduzierendes mittel für die käufer gesehen und gebe dir recht:... Re: Sherman vs Sharman? USA gegen KaZaA! wen wunderts das die Leute tauschen, bei den Preisen heutzutage. Früher war tauschen legitime Gesch... Re: Sherman vs Sharman? USA gegen KaZaA! wen wunderts das die Leute tauschen, bei den Preisen heutzutage. Früher war tauschen legitime Geschä...
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