Digital Download Day: Die großzügige Musikindustrie
09.04.2003 | Von Lars Bräuer
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Endlich ist er da, der "Digital Download Day". Oder hätten sich die Macher besser für die Bezeichnung "Digital Download Week" entscheiden sollen? Im Zeitraum vom 9. bis 15. April kann sich jeder absolut legal Songs im Wert von bis zu 5 € herunterladen.
Wer die strengen Voraussetzungen erfüllt, den Internet Explorer 5 sowie den Windows Media Player 7 besitzt und sich dazu vom minderwertigen WMA-Format nicht abschrecken lässt, der kann fröhlich und legal die großzügig "geschenkten" 5 € auf den Kopf hauen. Glücklicherweise gibt es eine Art virtuellen Türsteher namens "Dr. Download", der die Systemkonfiguration gründlichst prüft und den Eintritt auf die Download-Portale rigoros verweigert, sollte die "Krawate" nicht richtig sitzen. Linux und Macintosh Benutzer bleiben also praktisch außen vor. ![]() Dr. Download schlägt zu Sind alle Hürden gemeistert, steht dem "Saugvergnügen" nichts mehr im Wege. Die wertvollen Stücke von Robbie Williams, TaTu, Alex K. und Co. können nach dem Download unbegrenzt oft auf dem PC abgespielt werden und dürfen sogar ein einziges Mal auf CD gebrannt werden, wie großzügig liebe Musikindustrie. Firmen wie Karstadt, WOM, Hotvision, Tiscali und MTV nutzen das umfangreiche Repertoire des Musikdistributors OD2. Der Digital Download Day soll dabei helfen, die einfache und legale Verfügbarkeit von Musik im Internet zu verdeutlichen und so dem Einen oder Anderen vielleicht die Augen zu öffnen. Ob die Öffentlichkeit diesen Dienst bei einem derart beschnittenen Audioformat über die kostenlosen Songs hinaus akzeptiert, ist eine andere Frage. |
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