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Home Page : News : MUSIK : Das Ende vom Anfang: CD-Kopierschutz und WMA
(MPeX.net/gpel - 25.04.2003) - "Shock & Awe" ist nicht nur durch die vereinten Kräfte der "Operation Iraqi Freedom" und Sony's gleichnamigen aber wieder zurückgezogenen Computerspieltitels bekannt geworden, es ist vielmehr auch die Strategie einer anderen Koalition: Der Musikindustrie. Als Gelegenheitsziel werden RedBook Audio-CDs zu Un-CDs mit Datentracks, Inhaltsverzeichnisfehlern und kaputten Sektoren vermient, ein Urheberrecht durchgeboxt, welches die Privatkopie nicht mehr als Privileg achtet und an Studenten ein Exempel zumindest für hohe Schadensersatzklagen statuiert. Fehlt nur noch der irakische Informationsminister mit dem Spruch: "Unsere CDs lassen sich wirklich auf jedem herkömmlichen CD-Player abspielen". Ohne ersthaft eine Parallele zum Irak-Krieg ziehen zu können: Ein Kopierschutz auf Audio-CDs bringt ungefähr so viel, wie Ölgruben abzufackeln, um sich mit dem Rauch gegen Luftangriffe zu schützen. Aber auch das hätte Saddam's Nationalgarde nicht getan, wenn sie nicht davon ausgegagen wäre, dass es etwas bringen würde. Dem selben Irrtum unterliegt die Musikindustrie. Objektiv betrachtet dürfte der Kopierschutz der Industrie auf kurze Sicht etwa so viel schaden, wie er ihr bringt. Auf der einen Seite wird sicherlich eine Kopie verhindert, die eine Raubkopie hätte sein können. Auf der anderen Seite wird nicht nur die, auch nach neuem Urherberrecht, legale Zweitkopie für das Auto oder für die qualitativ hochwertige Musiksammlung auf dem PC vermieden, sondern auf einer Vielzahl von CD-Abspielgeräten schlichtweg unterbunden oder zumindest in der Wiedergabequalität vermindert. Im Unterschied zu Tauschbörsen, bei denen sich einzelne Titel in mäßigen Bitraten von 128 kbps MP3 finden lassen, ist es ist sicherlich die 1:1 CD-Raubkopie, die kaum Initiative zum Kauf der CD mehr gibt. Doch gerade die 1:1 Kopie läßt sich mit dem Kopierschutz nicht effektiv eindämmen. Zum einen fördert es nicht gerade die Käuferstimmung eine CD zu kaufen, die nicht überall abspielbar oder zu privaten Zwecken vervielfältigbar ist, zum anderen bietet die neue Generation von CD-ROM-Laufwerken die Möglichkeit auch mit herkömmlicher Software, die nicht zu illegalen Zwecken designed ist, eine Vielzahl solcher Un-CDs auszulesen. Das Paradoxon beginnt an der Stelle, wo der ehrlich agiernde Kunde erst mit seinem extra neu gekauften CD-ROM-Laufwerk eine Kopie seiner gekauften, kopiergeschützten CD machen muss. Dass nur damit bei dieser Kopie die Fehler so korrigiert werden, dass die Scheibe auch in seinem CD-Player im Auto läuft. Auf lange Sicht wird der vormals ehrliche Kunde allein durch Trotzreaktion dazu ermutigt, den Schritt "Kopiergeschützte CD im Laden kaufen" demnächst auszulassen. DISKUSSION (Beiträge: 5)
Mich würde mal interessieren, wie es Aussieht bzw. das Verhalten wäre, wenn man mp3 plus Signierung ... RE: Das Ende vom Anfang: CD-Kopierschutz und WMA Was kommt eigentlich nach "Kontrollieren"? Vielleicht "Kriminalisieren"? Hier steht, wie's geht ... Re: RE: Das Ende vom Anfang: CD-Kopierschutz und WMA Gott ist tot. Nietzsche auch! Garantiert! Heh, allerdings nur rein physisch, also dort wo Gott nic... RE: Das Ende vom Anfang: CD-Kopierschutz und WMA ich wusste das der kommt ... ;-) Re: RE: Das Ende vom Anfang: CD-Kopierschutz und WMA Gott ist tot Nietzsche auch! Garantiert!
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