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Zukunftsmusik: Eine Umfrage für den runden Tisch zwischen Konsument und Industrie

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09.12.2003 | Von Gregor Lawatscheck

Der Kampf zwischen Industrie und Verbraucher um digitales Audio hat in den vergangenen sechs Jahren einen tiefen Graben zwischen beide Fraktionen gerissen. Zwischen dem Verbraucher-Extrem "Alles für lau" und der Industrie-Maxime "Nur die Kasse zählt" gilt es schon seit geraumer Zeit zu vermitteln. Die Fronten der vergangenen Zeit hatten sich dahingehend verhärtet, dass die eine Seite am liebsten alle verklagen und die andere Seite mit Klagefonds für Betroffene gegenhalten wollte. Solche Perversionen der Sachlage rufen lauthals nach brauchbaren Vertriebsmodellen, die für alle Seiten annehmbar sind. Ist bei der Mehrzahl der Beteiligen eine generelle Bereitschaft für einen Konsens vorhanden, geht es aber noch um viel mehr: Auf welche Formate und Qualitäten, welche Bandbreiten und Nutzungsrechte und auf welche Abrechnungsmodalitäten können sich Rechteinhaber und Konsument einigen?

Zukunftsmusik Zukunftsmusik, ein Projekt des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik der TU Freiberg, versucht genau hier vermittelnd anzusetzen. Ziel des Projekts ist es, Vertreter aus allen relevanten Bereichen des Musikgeschäfts - angefangen bei den Labels bis hin zum Hörer - regelmäßig an einen Tisch zu bringen, um so einen Austausch zwischen allen Beteiligten zu ermöglichen. Auf diese Weise sollen die genannten Anforderungen an den Musikmarkt der Zukunft abgeleitet und umgesetzt werden.

In einem ersten Schritt gibt es eine Online-Umfrage, bei der Erwartungen von Verbrauchen an künftige Download-Plattformen und an den Musikmarkt allgemein in Erfahrung gebracht werden sollen. Teilenhmer der Umfrage können gleichzeitig an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem es zwanzig Tonträgerpakete zu gewinnen gibt.

23 Fragen beleuchten die generelle Akzeptanz von Bezahlplattformen und den gewünschen Anforderungen zum Beispiel bezüglich Klangqualität, Preis und Kopierschutz. Wünschenswert in der nächten Stufe des Engagements wären detailliertere Befragungen hinsichtlich gewünschter Dateiformate und Bitraten bzw. Kodierungsprofile.

Eine rege Teilnahme an der Umfrage wäre wünschenswert. Sollte sie denn zu einer Lösung des Konflikts beitragen, ist der Zeitaufwand von fünf Minuten wohl investiert statt vorausschauend auf die nächste vergebliche oder rechtlich teure Privatkopie verschwendet zu werden.

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RE: Zukunfsmusik: Eine Umfrage für den runden Tisch zwischen Konsument und Industrie (, 09.12.03 16:06)

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