BITKOM: Download-Markt in 2006 auf Rekordniveau
30.05.2007 | Von Dirk Bösel
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Noch nie wurde so viel Musik, Hörbücher, Videos, Spiele oder Software aus dem Internet herunter geladen wie 2006. Das teilt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mit. Einer Erhebung zufolge stieg die Anzahl der legalen Downloads in Deutschland auf insgesamt 31 Millionen, der Umsatz auf 131 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Markt damit um etwa ein Drittel. Grundlage für die Angaben ist eine kontinuierliche Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den BITKOM.
Eine Ursache der Entwicklung sei die zunehmende Verbreitung schneller Internetzugänge. "Anfang 2007 verfügten 37 Prozent der Haushalte über einen Breitbandanschluss, drei Jahre zuvor erst 12 Prozent", heißt es in der Meldung des Verbandes weiter. Auch für 2007 rechnet der BITKOM mit einem deutlichen Wachstum auf dem deutschen Download-Markt. Prognostiziert wird ein Umsatz-Plus von 20 Prozent sowie ein Absatz-Plus von 23 Prozent.
Für die meisten Umsätze sorgen laut der Erhebung Softwareprogramme. Sie werden zwar seltener herunter geladen, kosten aber mehr als zum Beispiel Einzeltitel im Musikportal. Beim Absatz werde der Gesamtmarkt weiterhin von Musik dominiert. Bei acht von zehn Downloads (84%) handelte es sich 2006 um Lieder. Damit erreichte die Anzahl der Musik-Downloads in 2006 ein Rekordniveau von 26 Millionen bei einem Umsatz von 48 Millionen Euro. Nur jeder dritte Song werde dabei von einer Frau herunter geladen. Und etwa 45 Prozent aller Käufer digitaler Musik sind der Erhebung zufolge jünger als 30 Jahre. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Unternehmen, davon 850 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Gerätehersteller, Anbieter von Software, IT-Services, Telekommunikationsdiensten und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein. |
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