Musikindustrie: Jugendliche kaufen wieder mehr Musik
09.03.2008 | Von Dirk Bösel
Der Anteil der Musikkäufer in der Bevölkerung ist im Jahr 2007 leicht von 40,2 Prozent auf 41,4 Prozent gestiegen, heißt es in einer Mitteilung des Bundesverbandes Musikindustrie. Das ist der höchste Stand der letzen fünf Jahre.
Als besonders erfreulich stuft der Verband die gestiegene Kauflust bei Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren ein. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Anteil jugendlicher Käufer von 11,5 Prozent im Jahr 2006 auf 13,3 Prozent im Jahr 2007, im Klassiksegment vervierfachte sich Anteil der unter 20-Jährigen. Als beliebteste Stilrichtungen bei Teenagern werden Dance (28,7%), Rock (19,5%) und Pop (16%) genannt.
Das Wachstum bei den Musikkäufern verteilt sich gleichmäßig auf die Konsumentengruppen der Gelegenheits-, Durchschnitts- und Intensivkäufer, heißt es weiter. Die größte Gruppe stellen mit 26% die Gelegenheitskäufer dar, die 1-3 Musikprodukte pro Jahr kaufen. "Ob die gestiegene Zahl der Musikkäufer auch auf die Erfolge bei der Bekämpfung von Internetpiraterie zurückzuführen ist, wird sich aber erst in den kommenden Jahren zeigen.", wird Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, zitiert. Der Bundesverband Musikindustrie e.V geht aus dem Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft e.V. und der deutschen Landesgruppe des internationalen Verbandes der Tonträgerhersteller (ifpi) hervor. Er vertritt eigenen Angaben zufolge die Interessen von rund 350 Labels und Musikunternehmen, die rund 90% des deutschen Musikmarktes repräsentieren. |
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