CoSee: Auftragssuche nach digitalen Wasserzeichen
03.07.2009 | Von Dirk Bösel
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Im Kundenauftrag will die frisch gegründete CoSee GmbH nach Verstößen gegen das Urheberrecht im Internet suchen. Gegenstand des Interesses sind insbesondere Musik, Hörbücher, Bilder und Videos in Dateiform, die mit einem digitalen Wasserzeichen versehen sind.
Das Unternehmen ist ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt, wo unter anderem Wasserzeichen-Technologien für Musik und Hörbücher entwickelt wurden.
Dienst tarnt sich als normale Nutzer
Das nun von CoSee angebotene "MediaSearch Framework" ahmt menschliche Benutzer nach, indem es sich mit wechselnden IP-Adressen aus den Adressräumen normaler Internetprovider einwählt. Durchsucht werden einschlägige Tauschbörsen und andere Quellen illegaler Dateien. "Wie unsere Kunden letztlich mit den Suchergebnissen umgehen, bleibt ihnen überlassen. Sie sind aber nicht mehr gezwungen, die Staatsgewalt einzuschalten, um z.B. die Herausgabe von IP-Adressen von Piraten zu erzwingen. Sie können über das schon beim ursprünglichen legalen Kauf eingebettete und wiedergefundene Wasserzeichen den untreuen Kunden gezielt direkt ansprechen", erklärt Patrick Wolf, Geschäftsführer von CoSee in einer Meldung des Unternehmens. "Ob dies nun eine Abmahnung, eine Ermahnung, eine Schadensersatzforderung oder eine Strafanzeige sei – das bleibe dem Verkäufer überlassen", so Wolf weiter. Digitale Wasserzeichen Digitale Wasserzeichen werden zum Beispiel von einigen Musik- und Hörbuchportalen verwendet. Sie enthalten Informationen, mit der ein Anbieter den Käufer identifizieren kann. Die Maßnahme soll Kunden davon abhalten, urheberrechtlich geschützte Dateien in unzulässiger Weise über das Internet zu verbreiten. Gegenüber einem digitalen Rechtemangement (DRM) haben Wasserzeichen den Vorteil, die Nutzung auf unterschiedlichsten Abspielgeräten nicht einzuschränken. Die eingebetteten Informationen sollen sich ohne genaue Kenntnisse des Verfahrens nicht als solche erkennen lassen und damit eine Entfernung wirksam verhindern. Selbst gegen erneutes Kodieren soll der Schutz robust sein. |
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