MP3Gain analysiert die durchschnittliche Lautstärke von MP3 Dateien und ändert sie ohne den Qualitätsverlust, der durch erneutes Kodieren entstehen würde, auf ein einheitliches Lautstärkeniveau.
Auf der übersichtlichen Programmoberfläche können mit wenigen Klicks einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse und Unterverzeichnisse angeglichen werden.
Es stehen zwei Verfahren zur Auswahl: "Radio-Anpassung" bringt jeden Titel separat auf die Referenzlautstärke. "Album-Anpassung" analysiert dagegen eine Titelauswahl als Ganzes und passt alle Titel im gleichen Verhältnis an. So werden bei klassischen Alben die absichtlich leise gespielten Titel nicht unverhältnismäßig laut wiedergegeben.
Die Berechnungsmethode nennt sich "Replay Gain" und ist als Standard für alle Arten der Audiowiedergabe gedacht. Die Referenzlautstärke für MP3Gain liegt bei 89 dB SPL und ist leiser, als die meisten direkt von CD erstellte MP3's. Für den Einsatz im portablen MP3-Player sind die Dateien daher nur bedingt brauchbar, weil die Lautstärke für satten Hörgenuss oft bis zum Anschlag aufgedreht werden muss.
Eine Erhöhung der Referenzlautstärke auf 92 db kommt der Lautstärke, die eine aktuelle CD nach dem Rippen und kodieren hat, schon deutlich näher. Für einzelne Files erscheint dann manchmal eine Clipping-Warnung. Die Analyse der Files zeigt aber, dass nur sehr wenige Samples betroffen sind. Das dürfte in der Praxis nicht hörbar sein und ist ein brauchbarer Kompromiss für Besitzer portabler MP3-Player.
Tipp: Anleitung und Details im
Infocenter.
Nicht vergessen: Während der Installation auch das Häkchen für die Sprachunterstützungen setzen!
Dann kann über die Option "Language" die gewünschte Menüsprache eingestellt werden. Eine deutsche Übersetzung von Dominic Jefferies ist natürlich auch enthalten. Die ausführliche deutsche Hilfedatei ist seperat erhältlich (Download: siehe unten).
Version 1.2 und höher: APE2-Tags Ja oder Nein:
Wie beschrieben, ändert MP3Gain die Lautstärke ohne erneutes Kodieren auf ein einheitliches Niveau.
Um allerdings den exakten Level der Ausgangsdateien wiederherzustellen, musste man bis zur Version 1.0 die Log-Dateien aufheben. Darin ist dokumentiert, welcher Titel um welchen Faktor geändert wurde.
Ab Version 1.2 merkt sich das Programm die ursprüngliche Lautstärke. Das heisst, sie kann jederzeit wieder auf den Wert gesetzt werden, den die MP3-Datei vor der Angleichung hatte.
Die Informationen werden dafür zusätzlich in APE2-Tags abgelegt. Praktisch: foobar2000 und MP3Gain sind dadurch kompatibel, Hardwareplayer erkennen die Angleichung aber weiterhin. Nachteil: Da APE2-Tags nicht für MP3 standardisiert sind, werten manche Analyseprogramme die Dateien fälschlicherweise als beschädigt. Theoretisch könnten auch einige portable Player mit diesen Tags Probleme haben.
Wer unsicher bzgl. APE2-Tags ist, kann die Wiederherstellungsfunktion deaktivieren (Optionen > Tags > Ingorieren).